Warum wir zu Weihnachten Geschenke geben
Die Geste des Schenkens zu Weihnachten ist tief in der christlichen Tradition verwurzelt – doch viele wissen nicht, dass sie weniger mit den Geschenken der drei Könige zu tun hat, als oft angenommen, und viel mehr mit dem Gedanken, dass die Geburt Jesu selbst das eigentliche Geschenk ist: Gottes Geschenk an die Menschheit.
Das Wort „schenken“ kommt vom althochdeutschen „scenken“, was ursprünglich „geben, gewähren“ bedeutete. Heute verbinden wir es mit Großzügigkeit, Liebe und Aufmerksamkeit. Zu Weihnachten wird diese Bedeutung besonders deutlich. Es geht nicht um den Wert des Geschenks, sondern um das Symbol des Gebens – ein Ausdruck von Verbundenheit und Dankbarkeit.
Die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland, die Gold, Weihrauch und Myrrhe nach Bethlehem brachten, wird oft als Vorbild für das Schenken gesehen. Doch theologisch gesehen ist ihr Gang zum Kind in der Krippe weniger der Anfang der Gepflogenheit, sondern vielmehr eine Huldigung gegenüber dem göttlichen Geschenk, das bereits da war.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Tradition verändert. Aus religiösen Wurzeln entstand ein Brauch, der heute auch jenseits von Kirche und Glauben gelebt wird. Ob beschenkte Kinder, liebevoll verpackte Päckchen unter dem Baum oder Karten mit guten Wünschen – das Schenken wird zum Ausdruck von Wärme und Gemeinschaft.
So bleibt das Weihnachtsgeschenk mehr als nur ein Ritual: Es erinnert uns daran, dass das Schönste, das wir bekommen können, oft nicht gekauft, sondern geschenkt wird – manchmal in Form von Zeit, Aufmerksamkeit oder einfach nur einem Lächeln.
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