Warum aufgewärmte Kartoffeln etwas weniger Kalorien haben
Wer schon mal gekochte Kartoffeln am nächsten Tag gegessen hat, kennt das: Die Konsistenz ist fester, fast ein bisschen knusprig, besonders wenn sie in der Pfanne aufgewärmt werden. Doch wusstest du, dass diese abgekühlten Kartoffeln tatsächlich etwas weniger Kalorien enthalten als frisch gekocht?
Der Grund liegt in der Stärke. Beim Abkühlen wandelt sich ein Teil der verdaulichen Stärke in sogenannte resistente Stärke um. Diese wird im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen, sondern erreicht den Dickdarm, wo sie wie Ballaststoffe wirkt. Da sie vom Körper kaum verwertet wird, liefert sie auch weniger Energie – etwa die Hälfte im Vergleich zu normaler Stärke.Doch der Effekt ist eher gering: 100 Gramm abgekühlte Kartoffeln enthalten gerade einmal rund 3,5 Kilokalorien weniger als frisch zubereitete. Das ist beim Abnehmen kaum nennenswert. Trotzdem hat resistente Stärke Vorteile – sie fördert eine gesunde Darmflora und kann den Blutzuckerspiegel stabiler halten.
Übrigens funktioniert dieser Effekt nicht nur bei Kartoffeln, sondern auch bei Reis oder Nudeln. Wichtig ist, dass sie nach dem Kochen abgekühlt werden – idealerweise im Kühlschrank. Wer sie danach erwärmt, verändert die resistente Stärke nicht wesentlich, sie bleibt größtenteils erhalten.Also ja: Aufgewärmte Kartoffeln haben technisch gesehen etwas weniger Kalorien – aber keine Wunder erwarten. Der wahre Gewinn liegt in der besseren Wirkung auf die Verdauung. Und natürlich im leckeren, leicht nussigen Geschmack, den viele sogar bevorzugen.
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