Warum hat die Stunde 60 Minuten?

Heute erscheint es uns ganz normal: 60 Sekunden, 60 Minuten, 24 Stunden – doch warum teilen wir die Zeit eigentlich so ein? Die Antwort liegt Jahrtausende zurück, bei den alten Babyloniern. Diese verwendeten kein Dezimalsystem wie wir heute, sondern ein Sexagesimalsystem – also ein Zahlensystem zur Basis 60.

Schon früh beobachteten die Babylonier den Himmel und nutzten ihre mathematischen Kenntnisse für astronomische Berechnungen. Sie schätzten, dass ein Jahr etwa 360 Tage dauert – eine Zahl, die sich hervorragend durch 60 teilen lässt. In Analogie dazu teilten sie den Kreis in 360 Grad ein. Da sich die Sonne scheinbar in 24 Stunden einmal am Himmel bewegt, lag es nahe, auch die Zeit nach diesem Muster einzuteilen.

Diese Einteilung hat sich erhalten – bis heute dreht sich der Minutenzeiger einer Uhr einmal um das Zifferblatt, das 360 Grad wie ein Kreis hat, und markiert dabei alle 60 Minuten einen vollen Umlauf. So verbindet die Uhr auf stiller Weise Himmel und Erde, Astronomie und Alltag.

Wäre die Stunde stattdessen in 100 Minuten unterteilt worden, müssten wir uns an eine völlig andere Zeitwahrnehmung gewöhnen. Doch dank der alten Babylonier bleibt die Zeit, wie wir sie kennen: in 60er-Schritten gemessen, präzise und bewährt.

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