Warum hat der Februar nur 28 Tage?

Der Februar ist mit Abstand der kürzeste Monat des Jahres – doch warum eigentlich? Die Antwort liegt tief in der Geschichte des römischen Kalenders begraben. Ursprünglich begann das Jahr bei den Römern nämlich nicht im Januar, sondern im März. Das bedeutet: Der Februar war der letzte Monat des Jahres – und durfte somit „das Abfallende“ aufnehmen.

Das alte römische Jahr hatte nur 355 Tage, verteilt auf zwölf Monate. Da sich diese Zahl nicht gleichmäßig auf alle Monate aufteilen ließ, blieb am Ende des Jahres, also beim Februar, nur ein Rest übrig: gerade einmal 28 Tage. Diese ungleiche Verteilung war damals durchaus praktisch – der letzte Monat diente quasi als „Puffer“, um das Jahr anzupassen.

Später, unter Kaiser Julius Cäsar, wurde der julianische Kalender eingeführt, der das Jahr auf 365,25 Tage anpasste. Doch auch da blieb der Februar mit 28 Tagen der kürzeste Monat. Selbst beim späteren Übergang zum gregorianischen Kalender, den wir heute nutzen, änderte sich daran nichts – selbst die Schalttage im vierjährigen Rhythmus konnten daran nichts ändern.

Interessanterweise war der Februar lange Zeit auch ein Monat der Reinigung und Buße im römischen Glauben. Seine Kürze passte symbolisch dazu – ein Abschied vom Alten, bevor das neue Jahr im Frühling begann. So ist der Februar bis heute einzigartig: kurz, aber voller Geschichte. Und nur alle vier Jahre darf er sich für einen Tag länger recken.

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