Warum heißen Gnocchi so?

Der Name Gnocchi klingt schon fast wie ein kleiner Kuss auf der Zunge – und tatsächlich hat das Wort eine süße, bodenständige Bedeutung. In Italienisch bedeutet „gnocco“ (im Singular) wörtlich „Nocken“ oder „Klumpen“. Das passt gut, denn Gnocchi sind kleine, weiche Teigstücke, die meist aus Kartoffeln, Mehl und manchmal Eiern bestehen. Ihre Form erinnert an winzige Kissen – zart und luftig, fast wie flüssig im Mund.

Die Herkunft des Wortes reicht weit zurück. Es stammt vermutlich vom italienischen „nocca“, was „Knöchel“ bedeutet – eine schöne Vorstellung: kleine, runde Knöchelchen auf dem Teller. Doch nicht alle Gnocchi sind gleich. Während die meisten an die kartoffelbasierten Versionen denken, gibt es auch Gnocchi alla romana, die aus Weizengrieß bestehen und eher in runden Scheiben gebacken werden. Diese Variante kommt aus Rom und ist mit Käse überbacken – herzhaft, rustikal und wärmend.

Die Bezeichnung „Nocken“ ist übrigens nicht nur in Italien geläufig. Auch im süddeutschen und österreichischen Raum sagt man „Nocken“ zu ähnlichen Teiggebilden – ein kleiner Hinweis darauf, dass die Liebe zu einfachen, sättigenden Speisen grenzenlos ist. Ob mit Pesto, Tomatensauce oder einfach nur in Butter geschwenkt – Gnocchi verbinden Kultur, Tradition und Komfort auf einem Teller.

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