Wie der Wiener Naschmarkt zu seinem Namen kam
Wer durch Wien schlendert, kommt am berühmten Naschmarkt kaum vorbei. Heute gilt die beliebte Sehenswürdigkeit als kulinarischer Hotspot der Stadt, an dem Händler frisches Obst, exotische Gewürze und Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Doch woher stammt eigentlich dieser ungewöhnliche Name?
Die Geschichte des Marktes reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Um 1780 entstand im Bereich des heutigen Karlsplatzes ein Vorläufer des beliebten Handelsplatzes, der zunächst vor allem als einfacher Bauernmarkt für Milchprodukte und regionale Erzeugnisse diente. Im Laufe der Zeit veränderte sich jedoch das Sortiment der Standler zusehends, da immer mehr seltene Delikatessen, kornische Früchte und süße Spezialitäten Einzug hielten.
Weil die Wiener dort besonders gerne feine Köstlichkeiten und kleine Leckereien kauften, etablierte sich ab etwa 1820 im Volksmund der Begriff Naschmarkt, abgeleitet vom Wort „Naschereien“. Im Jahr 1905 wurde dieser lange Zeit inoffizielle Name schließlich auch amtlich festgelegt. Bis heute hat der Markt seinen einmaligen, genussvollen Charakter bewahrt und zieht täglich Einheimische sowie Gäste aus aller Welt an.
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