Warum heißt der Klatschmohn „Klatschmohn“?
Der Name „Klatschmohn“ klingt schon fast ein bisschen nach Kinderspiel – und tatsächlich steckt genau das dahinter: ein lautes, verspieltes Geräusch. Wenn du die reife Blüte des Klatschmohns leicht zusammendrückst, platzt sie mit einem kleinen Knall – fast wie ein Mini-Feuerwerk in der Hand. Genau dieses „Klatschen“ hat dem Pflänzchen seinen Namen gegeben.
Viele Kinder kennen den Trick: Man nimmt Daumen und Zeigefinger, formt mit den Fingerspitzen einen kleinen Kreis und legt ihn vorsichtig um die geschlossene Blüte. Dann drückt man leicht zu – und schon ertönt das charakteristische Geräusch. Es entsteht, weil der Druck die Luft in der Blüte rasch entweichen lässt und die Blätter kurz vibrieren.
Der Klatschmohn, wissenschaftlich Papaver rhoeas, ist vor allem auf Feldern, Wegrändern und brachliegenden Flächen zu Hause. Mit seinen leuchtend roten Blüten fällt er im Frühsommer sofort auf. Früher war er häufig auf Getreideäckern zu finden, heute ist er seltener geworden – doch an vielen Orten kehrt er dank Schutzmaßnahmen langsam zurück.
Übrigens: Die Pflanze ist nicht mit dem Schlafmohn verwandt und enthält keine Rauschstoffe. Sie ist aber bei Tieren, besonders bei Vögeln, beliebt – ihre Samen sind eine wichtige Nahrungsquelle. Der Klatschmohn ist also nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein kleiner Held im Ökosystem. Mit seinem Namen macht er einfach nur, was er am besten kann: für Aufsehen sorgen – ganz leise und ganz laut zugleich.
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