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Warum hilft Gurkenwasser bei Muskelkrämpfen?

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Jeder Sportler kennt das plötzliche, schmerzhafte Ziehen: Ein Muskelkrampf schießt ein und bringt das Training abrupt zum Stillstand. Während viele instinktiv zu Magnesium greifen, schwören einige Experten und Athleten auf ein ungewöhnliches Hausmittel: Gurkenwasser. Das Trinken der sauren Flüssigkeit aus dem Essiggurkenglas kann Wadenkrämpfe oft in Sekundenschnelle lindern.

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Das Erstaunliche daran ist die Schnelligkeit der Wirkung. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Krampf oft schon nach gut einer Minute nachlässt. Da diese Zeit viel zu kurz ist, als dass die Flüssigkeit den Magen passieren, im Darm resorbiert werden und die Muskeln erreichen könnte, muss ein anderer Mechanismus dahinterstecken. Die Wirkung beruht vermutlich auf einem neurologischen Reflex.

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Wenn das saure Gurkenwasser die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum berührt, aktivieren die enthaltene Essigsäure und der intensive Geschmack dort bestimmte Nervenrezeptoren. Diese senden ein blitzschnelles Signal an das zentrale Nervensystem. Im Rückenmark führt dieser Reiz dazu, dass die Aktivität der hyperaktiven Nervenzellen, die für den schmerzhaften Muskelkrampf verantwortlich sind, sofort gedrosselt wird. Der überlastete Muskel erhält den Befehl zur Entspannung und der Krampf löst sich.

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Wer anfällig für nächtliche Krämpfe oder Muskelbeschwerden beim Sport ist, kann bei den ersten Anzeichen zwei bis drei Esslöffel der sauren Flüssigkeit trinken. Es ist eine schnelle, kostengünstige und völlig natürliche Methode, um das Nervensystem zu beruhigen und den Muskeln sofortige Erleichterung zu verschaffen.

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