Warum ist Baumwolle schlecht für die Umwelt?

Baumwolle gilt seit jeher als Naturprodukt und ist aus unseren Kleiderschränken kaum wegzudenken. Doch hinter dem weichen Image verbirgt sich eine enorme Belastung für unseren Planeten. Eines der größten Probleme beim Baumwollanbau ist der extrem hohe Wasserbedarf. Da die Pflanze vor allem in warmen, ohnehin schon trockenen Regionen gedeiht, führt die intensive Bewässerung oft zu einer dramatischen Verknappung der lokalen Wasserreserven.

Ein bekanntes Beispiel für diese ökologische Katastrophe ist die fast vollständige Austrocknung des Aralsees, die maßgeblich durch den staatlich verordneten Baumwollanbau verursacht wurde. In ohnehin wasserarmen Gebieten führt die künstliche Bewässerung nicht nur zum Verlust der natürlichen Ressourcen, sondern auch zu einer fortschreitenden Bodenversalzung, wodurch weite Landstriche langfristig unfruchtbar werden.

Hinzu kommt der massive Einsatz von Chemie: Konventionelle Baumwolle belegt zwar nur einen kleinen Teil der weltweiten Agrarfläche, verbraucht aber einen überproportional großen Anteil an Pestiziden und Insektiziden. Diese Giftstoffe sickern ungefiltert in den Boden und führen zu einer großflächigen Wasserverschmutzung, die sowohl die Tierwelt als auch die Gesundheit der Menschen vor Ort gefährdet. Wer die Umwelt schonen möchte, sollte daher beim Kauf verstärkt auf nachhaltige Alternativen wie Bio-Baumwolle, Leinen oder recycelte Fasern setzen.

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