Warum der Husten nachts stärker wird

Wer abends im Bett liegt, kennt das: Der Husten wird plötzlich schlimmer – gerade wenn man sich endlich ausruhen möchte. Der Grund dafür liegt in der Körperlage. Im Liegen fließt das Sekret aus der Nase und den Nasennebenhöhlen nicht mehr nach außen, sondern rückwärts in Richtung Rachen und Atemwege.

Das erklärt Dr. Fischer: „Dieser Fluss reizt die empfindlichen Schleimhäute im hinteren Rachenbereich und löst so den Hustenreflex aus.“ Der Körper versucht damit, zu verhindern, dass Flüssigkeit oder Schleim in die Lunge gelangen. Der Husten ist also ein Schutzmechanismus – auch wenn er nachts besonders störend wirkt.

Gerade bei Erkältungen, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung oder allergischem Schnupfen tritt dieses Phänomen häufig auf. Die nächtliche Hustenattacke ist dann oft kein Zeichen einer ernsthaften Lungenerkrankung, sondern Folge einer verstopften Nase oder einer erhöhten Schleimproduktion.

Was hilft? Eine höhere Schlafposition, zum Beispiel mit einem zusätzlichen Kissen, kann den Abfluss des Sekrets verbessern. Auch eine feuchtigkeitsspendende Raumluft oder eine Nasendusche am Abend können Linderung bringen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte man jedoch einen Arzt konsultieren, um die Ursache gezielt anzugehen.

Der nächtliche Husten ist lästig, aber meist harmlos. Wichtig ist, den Körper bei seiner natürlichen Reinigung zu unterstützen – besonders im Liegen.

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