Warum schmeckt spanischer Kaffee so intensiv?

Wer einmal spanischen Kaffee probiert hat, kennt diesen tiefen, fast rauchigen Geschmack – intensiv, kräftig und mit einer deutlichen Bitternote. Der Grund dafür liegt in der besonderen Röstung, die in Spanien seit Jahrzehnten verbreitet ist. Die sogenannte spanische Röstung gilt als eine der dunkelsten und stärksten Formen der Kaffeeverarbeitung.

Bei diesem Verfahren werden die Bohnen so lange geröstet, bis sie fast schwarz sind und eine ölige Oberfläche entwickeln. Das sieht nicht nur markant aus, sondern verändert auch den Geschmack fundamental: Der Kaffee wird sehr bitter, bekommt eine leicht verkohlte Note und verliert dabei viel von seiner ursprünglichen Säure. Genau dieser rauchige, fast schon feurige Charakter macht ihn für viele Liebhaber so besonders.

Interessanterweise ähnelt die spanische Röstung der sogenannten dunklen französischen Röstung – doch typisch spanisch ist die konsequente Liebe zur tiefen, fast schon dramatischen Dunkelheit des Kaffees. In vielen spanischen Haushalten wird der morgendliche Café cortado oder der kleine Tassenkaffee aus solchen Bohnen zubereitet, oft mit einem Schuss Milch, um die Härte etwas abzumildern.

Kein Wunder, dass spanischer Kaffee auch außerhalb des Landes immer beliebter wird – besonders bei denen, die morgens richtig wach werden wollen. Wer es kräftig mag, kommt an dieser Röstung kaum vorbei. Die Antwort auf die Frage, warum spanischer Kaffee so gut ist? Ganz einfach: Weil er keine Kompromisse macht.

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