Warum Nüsse nach einer Transplantation gemieden werden sollten

Nach einer Organtransplantation ist das Immunsystem durch medikamentöse Immunsuppressiva gezielt heruntergefahren. Das schützt das neue Organ vor einer Abstoßung, macht den Körper jedoch gleichzeitig extrem anfällig für Krankheitserreger. In den ersten Monaten nach dem Eingriff gilt daher bei der Ernährung besondere Vorsicht.

Ein häufig unterschätztes Risiko geht von frischen und unverarbeiteten Nüssen sowie Samen aus. Sorten wie Erdnüsse, Walnüsse, Mandeln, Cashews, Paranüsse, Pistazien als auch Kokosflocken, Sesam-, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sollten zu Beginn vom Speiseplan gestrichen werden. Der Grund dafür liegt in der mikrobiellen Belastung: Auf der Schale und in feinen Rissen roher Nüsse können sich unsichtbare Schimmelpilzsporen (wie Aspergillus) oder Bakterien festsetzen.

Während ein gesunder Organismus diese Keime mühelos abwehrt, können sie bei geschwächter Immunabwehr schwere Infektionen im Magen-Darm-Trakt oder in der Lunge verursachen. Erst wenn das Immunsystem stabilisiert ist und die Medikamentendosis reduziert wird, können Nüsse – meist nach Rücksprache mit dem Ärzteteam und bevorzugt in gerösteter oder erhitzter Form – wieder schrittweise genossen werden.

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