Warum knistern die Bronchien?

Wer schon einmal ein charakteristisches Knistern oder Brodeln in der Brust gehört hat, kennt vielleicht dieses Geräusch aus der Nähe einer erkälteten Person – es entsteht, wenn die Atemwege verengt oder mit Sekret gefüllt sind. Mediziner sprechen hier von Rasselgeräuschen, die je nach Art und Ursache unterschiedlich klingen.

Trockene Rasselgeräusche wie Pfeifen oder tiefes Brummen – auch Giemen genannt – weisen oft auf eine Verengung der Bronchien hin. Typisch ist das bei Bronchialasthma. Beim Ausatmen entsteht dann ein hörbares, pfeifendes Geräusch, besonders bei Belastung oder in der Nacht. Die Muskulatur in den Bronchien verkrampft sich, die Atemwege verengen sich – die Luftzufuhr wird erschwert.

Anders klingen feuchte Rasselgeräusche: Hier brodelt es regelrecht in der Lunge, weil sich Flüssigkeit oder Schleim in den Atemwegen ansammelt. Leise, „ohrferne“ Geräusche können auf eine fortschreitende Erkrankung wie Lungenemphysem hindeuten – meist bei langjährigen Rauchern. Deutlich lautere, „ohrnahe“ Brodelgeräusche dagegen sind klassisch bei einer akuten Bronchitis, die oft nach einer Erkältung auftritt.

Wichtig ist: Dauernde oder wiederkehrende Atemgeräusche sollten ärztlich abgeklärt werden. Ein Arzt kann mit einem Stethoskop die Geräusche genauer lokalisieren und weitere Untersuchungen wie eine Lungenfunktionsprüfung veranlassen. Die Ursache zu erkennen, ist der erste Schritt zur richtigen Behandlung – und zu freierem Atmen.

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