Warum kommt das Christkind zu Weihnachten?

Die schöne Tradition des Christkinds hat ihre Wurzeln in der Zeit der Reformation. Als der Reformator Martin Luther im 16. Jahrhundert die Verehrung katholischer Heiliger abschaffen wollte, suchte er gleichzeitig nach einer sinnvollen Alternative – besonders für die Kinder. Denn auch in protestantischen Gegenden sollte Weihnachten weiter eine besondere Zeit der Bescherung und Freude bleiben.

So kam die Idee auf, dass nicht mehr der Nikolaus oder ein Heiliger die Geschenke bringt, sondern der „heilige Christ“ – eine Verbindung aus Jesuskind und himmlischem Boten. Im Laufe der Zeit wurde daraus das sachte und goldhaarige Christkind, das besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz am Heiligen Abend die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt.

Im Norden Deutschlands hingegen blieb der Nikolaus stärker präsent, und später setzte sich dort auch der Weihnachtsmann durch – beeinflusst durch angelsächsische Traditionen, etwa aus den USA. So erklärt sich der regionale Unterschied: Während im Süden oft ein engelhaftes Christkind mit Glocken und Kerzen die Runde macht, klopft es im Norden am 24. Dezember eher an der Tür – der Weihnachtsmann steht mit vollem Sack davor.

Trotz aller Unterschiede bleibt die Botschaft dieselbe: Weihnachten ist eine Zeit der Besinnung, der Familie und der kleinen Wunder. Ob Christkind oder Weihnachtsmann – was zählt, ist das Miteinander und das Leuchten in den Augen der Kinder.

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