Warum einige Oliven nicht mögen

Oliven sind nicht jedermanns Sache. Während viele Menschen den würzigen Geschmack lieben, verziehen andere schon beim ersten Bissen das Gesicht. Der Grund liegt tief in unserer Evolution begründet.

Bitter und sauer – Geschmäcker mit Warnfunktion

Oliven schmecken für viele Menschen unangenehm bitter oder sauer. Das liegt an natürlichen Inhaltsstoffen wie Oleuropein, das besonders in unreifen Oliven vorkommt. Diese Bitterstoffe aktivieren bei einigen Menschen instinktiv den Warnmodus: Bitterkeit war in der Natur oft ein Hinweis auf Gift, Säure auf verderbliche Nahrung. Unser Geschmackssinn hat sich über Jahrtausende so entwickelt, dass wir solche Signale automatisch misstrauen.

Dabei ist weder die Bitterkeit noch die Säure der Oliven gefährlich – ganz im Gegenteil: Heute wissen wir, dass Oliven gesund sind, reich an guten Fetten und Antioxidantien. Doch nicht jeder Gaumen hat sich an diesen Geschmack gewöhnt. Manche Menschen bleiben empfindlich gegenüber diesen Aromen, andere entwickeln im Laufe der Zeit sogar eine Vorliebe dafür.

Es ist also kein Zufall, dass Oliven oft geteilt werden – nicht nur im Salat, sondern auch in der Meinung. Ob man sie mag, hängt oft von der Gewöhnung ab, vom Herstellungsverfahren – und natürlich von der individuellen Geschmacksempfindung. Wer als Kind früh mit milde gewaschenen oder in Öl eingelegten Oliven in Berührung kam, nimmt sie meist eher an als jemand, der zum ersten Mal eine stark bittere, naturbelassene Olive probiert.

Am Ende ist der Geschmack eine Mischung aus Biologie, Erfahrung und Kultur – und bei Oliven besonders stark ausgeprägt.

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