Warum der Saft für das perfekte Gelee vor dem Kochen abkühlen muss
Wer fruchtiges Gelee selbst herstellt, greift häufig auf einen Entsafter zurück. Doch direkt nach dem Entsaften sollte der heiße Fruchtsaft keineswegs sofort mit Gelierzucker verrührt werden. Damit die Masse später richtig fest wird, ist etwas Geduld gefragt: Der Saft muss erst vollständig abkühlen, bevor es an das eigentliche Einkochen geht.
Der Grund dafür liegt im Zusammenspiel von Temperatur und Gelierprozess. Gelierzucker enthält Pektin, ein pflanzliches Geliermittel, das eine gewisse Kochzeit benötigt, um seine Wirkung voll zu entfalten. Gibt man den Zucker direkt in den noch kochend heißen Saft, kocht die gesamte Masse viel zu schnell auf. Die sprudelnde Kochzeit fällt dadurch meist viel zu kurz aus, um das enthaltene Pektin komplett aufzulösen. Das Gelee bleibt im schlimmsten Fall flüssig.
Mischt man den Fruchtsaft hingegen erst kalt mit dem Gelierzucker und bringt das Gemisch danach unter Rühren zum Kochen, erwärmt sich alles gleichmäßig. Das Pektin hat so genügend Zeit, sich vollständig im Saft zu lösen und beim anschließenden Abkühlen in den Gläsern eine optimale Festigkeit zu entwickeln.
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