Warum heißt der Käsekuchen eigentlich Käsekuchen?

Ein frischer, cremig gebackener Kuchen steht auf dem Tisch – aber wo versteckt sich eigentlich der Käse? Für viele klingt die Bezeichnung Käsekuchen im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, schließlich schmeckt die beliebte Süßspeise keineswegs nach Herzhaftem wie Gouda oder Emmentaler.

Die Erklärung liegt in der Hauptzutat des klassischen Rezepts: dem Quark. Lebensmitteltechnisch gesehen ist Speisequark nichts anderes als ein ungereifter, frischer Käse. Er bildet die Vorstufe in der traditionellen Käseherstellung. Wenn Milch dickgelegt und die Flüssigkeit – die Molke – abgetrennt wird, entsteht genau dieser frische Quark.

Sprachlich und kulinarisch ist der Name also völlig korrekt. Schon seit Jahrhunderten verarbeiten Bäcker diesen frischen „Käse“ zu süßen Versuchungen. Auch im Englischen zeigt sich dieses Prinzip: Der berühmte amerikanische Cheesecake setzt auf Doppelrahmkäse, was ebenfalls ein direktes Milchprodukt der Käseherstellung ist. Wer das nächste Mal ein Stück genießt, isst also tatsächlich eine feine, süße Frischkäse-Spezialität.

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