Warum „Gute” mit G groß geschrieben wird

Wer schon einmal eine Geburtstagskarte beschriftet oder einer Freundin alles Gute zum Geburtstag gewünscht hat, kennt die Frage: Warum schreibt man „Gute” eigentlich groß? Die Antwort liegt in einer kleinen, aber wichtigen Regel der deutschen Rechtschreibung.

Adjektive werden manchmal zu Substantiven, besonders wenn das dazugehörige Nomen – also das Hauptwort – weggelassen wird. Genau das passiert bei „alles Gute“. Eigentlich könnte man auch sagen: „alles Gute zum Geburtstag“ – gemeint ist „alles Gute“, also all die schönen Dinge, die man sich wünscht: Freude, Gesundheit, Glück. Das Wort „Gute“ steht hier als Ersatz für einen ganzen Gedanken.

Wenn ein Adjektiv auf diese Weise wie ein Nomen verwendet wird, schreibt man es groß – so wie jedes Substantiv im Deutschen. Deshalb heißt es korrekt „alles Gute“ und nicht „alles gute“. Dasselbe gilt bei ähnlichen Wünschen: „viel Glück“, „alles Liebe“ oder „gute Besserung“. Auch hier sind „Liebe“ und „Besserung“ substantivierte Wörter.

Ein weiteres Beispiel: Man sagt „die Alten“, nicht „die alten“ – weil „Alte“ hier für „ältere Menschen“ steht. Auch hier wird das Adjektiv großgeschrieben, weil es als Substantiv fungiert.

Also kein Zufall, sondern eine klare Regel: Was wie ein Nomen wirkt, wird auch wie eines geschrieben. Beim nächsten Glückwunsch kannst du also sicher sein – mit „Gute“ groß bist du auf der sicheren Seite.

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