Warum Bienenwachskerzen teurer werden
Immer häufiger bemerken Verbraucher: Bienenwachskerzen werden teurer. Der Grund dafür liegt nicht nur am Wachs selbst, sondern auch an den verwendeten Zusatzstoffen und an den globalen Rohstoffmärkten. Während Bienenwachs zwar natürlichen Ursprungs ist, enthalten viele handelsübliche Kerzen auch andere Materialien wie Stearin oder Paraffin – besonders in der Massenproduktion.
Stearin wird oft beigemischt, um die Kerzen fester zu machen und ihnen ein gleichmäßigeres Brennverhalten zu geben. Es sorgt außerdem dafür, dass die Kerzen weißer und weniger durchscheinend erscheinen. Doch auch Stearin unterliegt Preisschwankungen, da es oft aus pflanzlichen Fetten gewonnen wird, deren Anbau und Verarbeitung kostenintensiv sein kann.
Noch stärker wirkt sich aber der steigende Preis von Paraffin aus. Paraffin ist ein Nebenprodukt der Erdölraffination – also ein fossiler Rohstoff. Als solcher hängt sein Preis direkt von den internationalen Ölpreisen ab. Seit 2022, besonders nach globalen wirtschaftlichen Unruhen und Energiekrisen, stiegen die Rohölpreise stark an. Dadurch verteuerten sich auch Paraffin-basierte Kerzen erheblich.
Obwohl reine Bienenwachskerzen von Natur aus schon wertvoller sind – schließlich sammeln Bienen tagelang Blütenpollen, um wenig Wachs zu produzieren –, werden auch sie indirekt teurer, weil viele Hersteller Paraffin oder Stearin als Mischkomponenten nutzen. Zudem steigen die Kosten für Transport, Energie und Verpackung – alles Faktoren, die sich auf den Endpreis auswirken.
Wer heute hochwertige, nachhaltige Kerzen kauft, zahlt nicht nur für ein schönes Licht, sondern auch für Rohstoffe, die immer knapper und teurer werden.
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