Warum sind die Tage im Winter so kurz?

Wenn im Winter die Tage besonders kurz erscheinen und die Sonne schon am frühen Nachmittag untergeht, hat das einen ganz natürlichen Grund. Die Erde dreht sich nicht senkrecht zur Sonne, sondern steht leicht schräg in ihrem Orbit. Im Winterhalbjahr ist der nördliche Teil der Erde – also auch Europa – von der Sonne weggekippt.

Dadurch wandert die Sonne tiefer am Himmel entlang und steht weniger lange über dem Horizont. Genau deshalb dauert der Tag im Dezember deutlich kürzer als im Sommer. Am kürzesten Tag des Jahres, meist um den 21. Dezember, geht die Sonne in manchen Regionen bereits um 16:21 Uhr unter. Das führt nicht nur zu mehr Dunkelheit, sondern auch zu einer besonderen Stimmung – besonders in der Vorweihnachtszeit.

Im Gegensatz dazu ist es im Sommer genau andersherum: Dann ist der nördliche Erdteil zur Sonne hin geneigt, die Sonne steht höher und bleibt länger am Himmel. Deshalb sind die Tage im Sommer deutlich länger – oft bis zu 16 Stunden Tageslicht.

Die Wechsel der Tageslänge gehören also zum natürlichen Rhythmus unseres Planeten. Sie entstehen nicht, weil die Erde sich schneller oder langsamer dreht, sondern aufgrund ihrer Neigung und Bahn um die Sonne. Es ist ein steter Wechsel, der uns Jahr für Jahr begleitet – mit kurzen, dunklen Tagen im Winter und langen, hellen Stunden im Sommer.

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