Erste Hilfe bei Herzstillstand: Warum die Herzdruckmassage genügt

Im Notfall zählt jede Sekunde. Viele Ersthelfer zögern jedoch, weil sie sich bei der Mund-zu-Mund-Beatmung unsicher fühlen oder Hemmungen haben. Fachorganisationen wie die Deutsche Herzstiftung geben hier Entwarnung: Untrainierte Laien sollten auf die Atemspende verzichten und sich ganz auf die Herzdruckmassage konzentrieren.

Der Grund dafür ist simpel: Im Blut befindet sich unmittelbar nach einem plötzlichen Herzstillstand noch für einige Minuten genügend Sauerstoff. Durch eine durchgehende Herzdruckmassage halten Sie einen künstlichen Blutkreislauf aufrecht und transportieren das lebensnotwendige Blut mitsamt dem Sauerstoff direkt zum Gehirn.

Bei Ungeübten führt der Versuch einer Beatmung häufig dazu, dass die Druckmassage viel zu lange unterbrochen wird. Dadurch fällt der Blutdruck im Körper wieder ab. Die simple Regel für Ersthelfer ohne aktuelle Schulung lautet daher: Prüfen, rufen, drücken. Setzen Sie den Notruf 112 ab und drücken Sie ohne Unterbrechung kräftig in der Mitte des Brustkorbs, bis der Rettungsdienst übernimmt.

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