Warum Kartoffeln nicht in den Kühlschrank gehören
Wer seine Kartoffeln im Kühlschrank lagert, meint es zwar gut – riskiert aber ungewollt einen bitteren Geschmack und gesundheitliche Nachteile. Der Grund: Bei Temperaturen unter acht Grad Celsius beginnt die Kartoffel, ihre Stärke in Zucker umzuwandeln. Dieser Prozess verändert nicht nur das Aroma, sondern sorgt auch dafür, dass die Knollen beim Braten oder Backen dunkler werden als gewünscht.
Der wahre Grund zur Sorge ist Acrylamid: Beim Erhitzen von zuckerreichen Lebensmitteln, wie eben falsch gelagerten Kartoffeln, entsteht dieser Stoff, der in Verdacht steht, gesundheitsschädlich zu sein. Je mehr Zucker in der Kartoffel ist, desto mehr Acrylamid kann beim Braten oder Frittieren entstehen – besonders bei Pommes, Chips oder Kartoffelpuffern.
Außerdem verliert die Kartoffel durch die falsche Lagerung ihre typische Konsistenz. Sie verliert ihre sogenannte „bindende Wirkung“, was bedeutet, dass sie in Suppen oder Eintöpfen nicht mehr so gut andickt wie gewohnt. Die Textur wird weicher, manchmal sogar matschig.
Die Lösung ist einfach: Lagere Kartoffeln am besten kühl, aber nicht zu kalt – ideal sind etwa acht bis zehn Grad Celsius. Ein dunkler Keller oder ein schattiger, luftiger Schrank im Haus ist dafür perfekt. Wichtig ist auch, dass sie trocken und vor Licht geschützt liegen, damit sie nicht keimen oder faulen.
Mit der richtigen Lagerung bleiben Kartoffeln länger frisch, schmecken besser und sind gesünder – ganz ohne Kühlschrank.
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