Warum werden die Tage im Herbst kürzer?

Wenn der Herbst naht, fällt den meisten Menschen eines schnell auf: Es wird schon viel früher dunkel. Die Tage werden spürbar kürzer, die Nächte länger. Doch woran liegt das eigentlich? Die Antwort liegt in der Erdneigung und ihrer Bahn um die Sonne.

Die Erde dreht sich nicht aufrecht um die Sonne, sondern leicht geneigt. In den Monaten des Herbstes kippt unsere Nordhalbkugel langsam weiter vom Sonnenlicht weg. Dadurch trifft das Licht in einem flacheren, schrägeren Winkel auf die Erdoberfläche. Dieser schiefe Einfall der Sonnenstrahlen bedeutet nicht nur, dass weniger Wärme ankommt – es sorgt auch dafür, dass die Sonne kürzer über dem Horizont steht.

So dauert der Tag – also die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang – von Woche zu Woche etwas weniger lang. Gleichzeitig gewinnen die Nächte an Dauer. Diese Veränderung läuft schrittweise ab und ist kein plötzlicher Wechsel. Bereits nach der Sommersonnenwende im Juni nimmt die Tageslänge allmählich ab, doch erst im Herbst fällt dieser Unterschied besonders auf, wenn sich der Himmel früh verfärbt und die Abende kühler werden.

Ende September erreichen wir den Herbstanfang, genannt Herbst-Tagundnachtgleiche. An diesem Tag sind Tag und Nacht fast gleich lang. Danach überwiegt die Dunkelheit – bis der Winter seine kürzesten Tage bringt. Doch keine Sorge: Ab Dezember kehrt sich der Trend langsam wieder um, und das Licht kehrt zurück.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen