Warum wird erst gefärbt und dann geschnitten?

Ein häufiger Irrtum: Viele denken, man sollte die Haare erst schneiden und dann färben. Doch in professionellen Salons läuft es meist andersherum – und das hat gute Gründe. Farbe hält auf trockenem, ungekämmtem Haar am besten. Wenn die Haare vorher gewaschen und getrocknet werden, kann die Färbung gleichmäßiger eindringen und ihr volles Farbergebnis entfalten.

Beim Schneiden hingegen ist Nasshaar praktischer. Es liegt ruhiger, lässt sich präziser formen und zeigt dem Friseur genau, wie die Länge später fällt. Würde man nach dem Färben schneiden, müsste man die Haare erst waschen, dann schneiden, wieder fönen – und schließlich vielleicht sogar erneut stylen. Dieser Aufwand kostet Zeit und Geld, oft mehr, als ein bisschen zusätzliche Farbe verursacht.

Außerdem kann eine Farbe das Haar leicht aufquellen lassen, was den Schnitt beeinflusst. Werden die Spitzen danach geschnitten, entfällt auch das Risiko, dass bereits beschädigtes Ende mitgefärbt wird – das spart in der Pflege langfristig. In vielen Fällen entscheiden sich Stylisten daher bewusst dafür: erst färben, dann schneiden.

Im Privathaushalt mag die Reihenfolge anders sein – wer selbst färbt, möchte oft erst die Länge anpassen, um Farbe zu sparen. Doch im Salon zählt Präzision und Haltbarkeit. Und da die Erfahrung zeigt: Der Ablauf macht den Unterschied.

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