Was „kaputt“ wirklich bedeutet – und woher es kommt

Der Ausdruck „kaputt“ ist heute fester Bestandteil der deutschen Alltagssprache. Wir sagen, ein Handy sei kaputt, eine Beziehung sei kaputt – gemeint ist: es funktioniert nicht mehr, ist defekt oder endgültig vorbei. Doch was bedeutete dieses Wort im 17. Jahrhundert?

Interessanterweise war „kaputt“ zu dieser Zeit in Deutschland noch nicht im Gebrauch. Das Wort stammt ursprünglich aus dem Niederländischen oder aus dem Jiddischen und verbreitete sich erst später im deutschen Sprachraum. Im 17. Jahrhundert hätte man stattdessen wohl Wörter wie „zerschlagen“, „verloren“ oder „nicht mehr zu gebrauchen“ gesagt.

Erst im 18. Jahrhundert tauchte mit „futsch“ – oder regional „pfutsch“ – ein ähnlicher Begriff auf, der „weg“, „verloren“ oder „vergeblich“ bedeutete. Dieses Wort wurde oft prädikativ verwendet („es ist futsch“), war meist undeklinierbar und drückte ein endgültiges Verschwinden oder Misslingen aus. So ist „futsch“ in gewisser Weise ein sprachlicher Vorläufer von „kaputt“, wenn auch nicht direkt verwandt.

Im Laufe der Zeit gewann „kaputt“ an Bedeutung und wurde zum Standardausdruck für alles, was nicht mehr funktioniert – sei es eine Maschine, ein Gegenstand oder ein Zustand. Heute verstehen alle, was gemeint ist, wenn etwas „nicht mehr geht“.

Die Entwicklung dieser Wörter zeigt, wie lebendig die Sprache ist: Was früher „futsch“ war, ist heute einfach „kaputt“ – und damit Teil unserer Alltagssprache geblieben.

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