Was Kribbeln in Händen und Füßen bedeuten kann
Fast jeder kennt das Gefühl: Plötzlich kribbeln die Hände oder Füße, als ob tausend Ameisen darüberlaufen. Meist ist das harmlos. Oft liegt es an einer ungünstigen Haltung – etwa, wenn man zu lange auf einer Stelle gesessen oder gelegen hat und dadurch einen Nerv vorübergehend abgeklemmt wurde. Sobald man die Position ändert, normalisiert sich das meist schnell wieder.
Doch nicht immer ist das Kribbeln ungefährlich. Bleibt das Gefühl länger bestehen oder tritt immer wieder auf, kann eine zugrunde liegende Erkrankung dahinterstecken. Besonders bei einer Polyneuropathie – einer Schädigung der Nerven – kommt es häufig zu Missempfindungen in Armen, Beinen, Händen und Füßen. Typisch sind dabei Kältegefühl, Taubheit oder eben dieses nervige Ameisenlaufen.
Auch andere Faktoren können solche Symptome begünstigen: Mangelernährung, Diabetes, Infektionen oder Alkoholmissbrauch. Bei Diabetikern etwa kann ein dauerhaft erhöhter Blutzucker die Nerven schädigen, was sich oft zuerst in den Füßen bemerkbar macht.
Wenn das Kribbeln häufig auftritt, sich ausbreitet oder mit anderen Beschwerden wie Schwäche oder Schmerzen verbunden ist, sollte man einen Arzt aufsuchen. Eine gezielte Diagnose hilft, die Ursache früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Oft kann mit der richtigen Therapie viel erreicht werden – besonders, wenn man früh handelt.
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