Was bedeutet „Tamm“ in der Jugendsprache?

Wenn junge Leute heute vom „Tamm“ reden, meinen sie damit meist etwas, das völlig übertrieben wirkt – ob es nun wirklich nötig ist oder nicht. Der Begriff „Tamm“ stammt ursprünglich aus dem Rotwelschen und wird umgangssprachlich verwendet, oft mit einem leicht abwertenden Unterton. In der Jugendsprache taucht er häufig auf, wenn es um übertriebenes Verhalten geht: viel Lärm, viel Aufhebens, viel Aktion – und das alles für etwas, das vielleicht gar nicht so wichtig ist.

Stell dir vor, jemand kommt mit einer riesigen Entourage zur Schule, nur um ein Geburtstagsständchen zu bringen – das wäre ein klassischer „Tamm“. Oder wenn jemand wegen einer Kleinigkeit stundenlang diskutiert, rumbrüllt und alles in Bewegung setzt. Genau dafür steht das Wort: für übertriebenen, auffälligen Aufwand, der oft mehr mit Ego oder Show als mit echtem Ernst zu tun hat.

Unter Jugendlichen wird „Tamm“ oft scherzhaft oder ironisch genutzt. „Mach doch keinen Tamm“ heißt dann so viel wie: „Gib dich nicht so wichtig, tu nicht so, als wäre alles ein riesiges Ereignis.“ Die Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit etwas gewandelt, der Kern bleibt aber: Es geht um Hektik, Lärm und viel Aufmerksamkeit – oft unnötig.

Ob in der Schule, im Freundeskreis oder online – wer „Tamm“ sagt, will meist klarstellen: Es reicht, mal ruhig zu bleiben. Denn manchmal ist weniger einfach viel mehr.

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