Der Korken-Tipp beim Tintenfisch-Kochen

Wer schon einmal versucht hat, Tintenfisch zuzubereiten, kennt das Problem: Wird er falsch zubereitet, wird er zäh und gummiartig. Doch in der mediterranen Küche gibt es einen alten Trick, der für zartes Fleisch sorgen soll – und der erstaunlich simpel ist.

Ein Weinkorken ins Kochwasser. Klingt seltsam, funktioniert aber nach Ansicht vieler erfahrener Köche. Die Idee: Beim Kochen von Tintenfisch oder Oktopus soll der Korken verhindern, dass das Fleisch zu fest wird. Die Erklärung liegt im Material. Kork enthält wachsartige Bestandteile, die beim Erhitzen ins Wasser übergehen. Diese Substanzen legen sich zwischen die Eiweißmoleküle im Fischfleisch und verhindern, dass sie sich zu harten Strukturen verfilzen.

Die Methode stammt aus Traditionen, bei denen man oft mit einfachen Mitteln kulinarische Probleme löste – ohne große Technik, aber mit viel Erfahrung. Ob der Korken wirklich messbar wirkt oder eher ein symbolischer Küchenmythos ist, wird diskutiert. Doch viele, die ihn ausprobiert haben, schwören darauf.

Wichtig ist trotzdem: Der Korken ersetzt kein gutes Kochverfahren. Der Tintenfisch sollte dennoch schonend, meist mit kurzem Blanchieren oder langem, sanftem Schmoren, zubereitet werden. Doch als kleines Extra im Wasser? Warum nicht. Ein Stückchen Kork könnte tatsächlich den Unterschied machen – und schadet zumindest nicht.

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