Wie viel bleibt von einer 2.750-Euro-Rente wirklich übrig?

Wenn von einer monatlichen Bruttorente in Höhe von 2.750 Euro die Rede ist, fragen sich viele: Wie viel Geld kommt am Ende eigentlich auf dem Konto an? Besonders relevant wird das, wenn man in Steuerklasse 4 eingestuft ist – eine Klasse, die oft bei Ehepartnern ohne Kinder oder bei getrennt lebenden Paaren Anwendung findet.

Von dieser Bruttosumme bleiben keinesfalls die vollen 2.750 Euro übrig. Tatsächlich beläuft sich das Nettoeinkommen auf etwa 1.888,34 Euro. Der Großteil der Abzüge entsteht durch Sozialabgaben und Steuern. So gehen rund 255,75 Euro in die Rentenversicherung (9,3 %), 35,75 Euro in die Arbeitslosenversicherung (1,3 %) und weitere 282,78 Euro an Lohnsteuer. Dazu kommen knapp 21 Euro Kirchensteuer, berechnet auf Basis der fiktiven Lohnsteuer.

Wichtig zu wissen: Bei Renten wird anders besteuert als bei Gehältern. Ein Teil der Rente ist steuerfrei, der Rest unterliegt der Einkommensteuer. In Steuerklasse 4 gibt es keine besonderen Entlastungen wie durch einen Grundfreibetrag oder Splitting-Vorteile. Deshalb bleibt hier deutlich weniger zum Ausgeben.

Wer mit 2.750 Euro Brutto im Monat plant, sollte also wissen, dass der tatsächliche Zugriff auf knapp unter 1.900 Euro liegt. Diese Summe muss dann für Miete, Lebensmittel, Versicherungen und alle weiteren Ausgaben reichen. Wer seine Rente vorausschauend plant, sollte deshalb nicht nur die Bruttohöhe, sondern vor allem das tatsächlich verfügbare Netto im Blick haben – denn davon lebt man im Alltag.

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