Warum 5 cm Außendämmung oft nicht ausreichen
Wer heute eine Außendämmung plant, sollte genau auf die Stärke achten. Viele denken, dass schon 5 cm Dämmung reichen, um Energie zu sparen und die Wand vor Feuchtigkeit zu schützen. Doch in der Praxis zeigt sich: Diese Dicke ist meist zu gering, um wirklich wirksam zu sein.
5 cm Dämmung bringen zwar eine gewisse Verbesserung, reichen aber nicht aus, um moderne Energieeffizienzstandards zu erreichen. Gerade bei älteren Gebäuden bleibt die Heizlast trotz Dämmung hoch, weil zu viel Wärme über die Wände entweicht. Zudem birgt eine dünne Dämmung ein oft übersehenes Risiko: Schimmelpilzbildung.
Wenn die Dämmung zu schwach ist, kühlt die Innenwandseite im Winter stärker ab. Dort, wo kalte Oberflächen auf feuchte Raumluft treffen, kann sich Kondenswasser bilden – die ideale Brutstätte für Schimmel. Besonders in Ecken oder hinter Möbeln bleibt das oft lange unbemerkt.
Experten raten deshalb heute zu stärkeren Dämmungen – im Bereich der Außenwände eher 12 bis 16 cm statt nur 5 bis 6 cm. Auch wenn das optisch mehr beeinflusst und etwas mehr kostet, lohnt es sich langfristig: durch niedrigere Heizkosten, mehr Wohnkomfort und eine gesündere Raumluft.
Einmal verbaut, ist die Dämmstärke kaum noch zu ändern. Deshalb gilt: Lieber gleich gründlich dämmen statt später nachbessern. Denn was einmal unter Putz verschwunden ist, bleibt jahrzehntelang sichtbar – oder eben nicht.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.