Was bringt 60 mm Dämmung?

Wer über eine Fassadendämmung nachdenkt, fragt sich oft: Reichen schon 60 mm aus? Die Antwort lautet: Ja, aber mit Einschränkungen. Eine ungedämmte Außenwand hat oft einen U-Wert von etwa 1,6 W/(m²K) – das bedeutet viel Wärmeverlust. Mit einer 60 mm dicken Dämmschicht sinkt der U-Wert auf etwa 0,43 W/(m²K). Das ist bereits eine deutliche Verbesserung und bringt merkliche Einsparungen bei Heizkosten sowie mehr Wohnkomfort.

Wer jedoch langfristig denken möchte – etwa im Hinblick auf steigende Energiepreise oder gesetzliche Vorgaben –, sollte weiter schauen. Wer die Dämmstärke verdoppelt und auf insgesamt 120 mm kommt, erreicht einen U-Wert von nur noch 0,25 W/(m²K). Damit liegt man im Bereich moderner Effizienzstandards und kommt dem Niedrigenergiehaus nahe.

Der Dämmstoff spielt eine entscheidende Rolle. Bei Mineralwolle oder Polystyrol unterscheiden sich die Wärmeleitfähigkeit und somit auch die Effizienz der Dicke. Hochwertige Dämmstoffe erreichen mit weniger Material denselben Effekt. Wer also Platz sparen muss, setzt besser auf moderne Materialien mit niedriger Wärmeleitfähigkeit.

Letztlich lohnt sich die 60 mm Dämmung besonders sinnvoll bei Sanierungen mit begrenztem Platzangebot. Für Neubauten oder umfassende Modernisierungen ist jedoch mehr Dämmstärke die bessere Investition – sowohl fürs Klima als auch für den Geldbeutel.

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