Was führt zu Milchstau und wie kannst du vorbeugen?
Ein Milchstau ist für viele stillende Mütter eine schmerzhafte Herausforderung. Oft entsteht er, wenn die Milch nicht richtig abgepumpt wird – zum Beispiel durch falsches Anlegen des Babys. Wenn dein Kind die Brustwarze nicht tief genug einfängt, kann es mit Mund, Zunge und Lippen die Milch nicht effektiv hervorholen. Das führt nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu einem starken Unterdruck, der die empfindliche Haut der Brustwarze reizen oder verletzen kann.
Doch das falsche Anlegen ist nicht die einzige Ursache. Auch zu langes Abwarten zwischen den Stillmahlzeiten, enge Kleidung oder ein zu straffer BH können die Milchabfluss behindern. Manchmal reicht schon eine Druckstelle am Busen, um einen Stau auszulösen. Die betroffene Stelle fühlt sich dann hart, warm und druckempfindlich an – typische Anzeichen für einen Milchstau.
Was hilft? Vor allem: häufig stillen oder abpumpen. Wichtig ist auch die richtige Stillposition – dein Baby sollte den Mund weit öffnen und nicht nur die Spitze, sondern einen großen Teil des Warzenhofes aufnehmen. Unterstützend wirken sanfte Massagen vor dem Stillen, warme Auflagen und ausreichend Flüssigkeit. Wenn du merkst, dass sich eine harte Stelle bildet, sofort handeln – je früher du reagierst, desto höher die Chance, dass es bei einem einfachen Stau bleibt.
Sollte sich Rötung, Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl zeigen, könnte sich eine Mastitis entwickeln. Dann ist ärztlicher Rat unerlässlich. Mit etwas Achtsamkeit und der richtigen Technik lässt sich vielen Problemen aber von vornherein entgegenwirken.
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