Was ist „kaputt“ – Verb oder Adjektiv?

Im Deutschen ist „kaputt“ in der Regel ein Adjektiv, nicht ein Verb. Man sagt zum Beispiel: „Das Handy ist kaputt“ – hier beschreibt „kaputt“ das Nomen (Handy) und steht also als Eigenschaftswort da. Es stammt vom Partizip Perfekt des gleichbedeutenden italienischen Verbs „capotare“ (umstürzen), wurde aber über die Umgangssprache ins Deutsche übernommen und hat sich als fester Ausdruck etabliert.

Im Englischen hingegen spielt das Wort „broken“ – die Übersetzung von „kaputt“ – eine doppelte Rolle. Dort ist „broken“ das Partizip Perfekt des Verbs „to break“. In einem Satz wie „The window has broken“ wird es als Verbform verwendet. Doch genauso häufig dient es als Adjektiv: „a broken window“ – also ein kaputtes Fenster.

Im Deutschen gibt es kein Verb „kaputt sein“ im grammatischen Sinn. Man kann zwar sagen „Die Uhr ist kaputtgegangen“, doch hier ist das Verb „gegangen“, während „kaputt“ weiterhin die Art des Gangs beschreibt – also wieder adjektivisch. Die Verwirrung entsteht oft durch falsche Übersetzungen aus dem Englischen, wo „broken“ tatsächlich als Verbform vorkommt.

Merke: Im Deutschen ist „kaputt“ fast immer ein Adjektiv, das einen Zustand beschreibt. Es gehört zur Alltagssprache und kann in formellen Texten durch Wörter wie „defekt“ oder „beschädigt“ ersetzt werden. Die Herkunft aus einer anderen Sprache zeigt, wie lebendig und entlehnungsfreudig unsere Sprache ist.

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