Was gehört zu einer Kalkulation?
Wenn ein Unternehmen einen Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung festlegt, steht hinter der Zahl keine willkürliche Entscheidung – sondern eine sorgfältige Kalkulation. Dabei werden alle Kosten erfasst, die entlang des Produktions- oder Leistungsprozesses anfallen. Dazu zählen selbstverständlich die Materialkosten, also alles, was für die Herstellung benötigt wird – von Rohstoffen bis zu Verbrauchsmaterial.
Mindestens genauso wichtig sind die Personalkosten. Ob Arbeitslöhne, Sozialabgaben oder Gehälter der beteiligten Mitarbeiter – jeder Arbeitsstunde wird ein Wert zugewiesen. Dazu kommen die Gemeinkosten, also jene Ausgaben, die nicht direkt einem einzelnen Produkt zuzuordnen sind, wie Miete, Energie, Verwaltung oder Versicherungen. Diese werden über Umlageschlüssel anteilig verteilt.
All diese Positionen fließen in die Kostenträgerrechnung ein. Das bedeutet: Jedes Produkt oder jede Dienstleistung erhält genau die Kosten zugerechnet, die tatsächlich durch es verursacht werden. Auf diese Weise ermittelt das Unternehmen die sogenannten Selbstkosten – also, was die Erstellung tatsächlich kostet.
Erst wenn die Selbstkosten bekannt sind, kann ein verantwortbarer Verkaufspreis festgelegt werden. Ohne genaue Kalkulation droht Verlust – oder ein zu hoher Preis, den der Markt nicht akzeptiert. Eine präzise Kalkulation ist deshalb nicht nur eine Buchhaltungsangelegenheit, sondern eine wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.