Was heißt „Liebe“ auf Plattdeutsch?

Die deutsche Sprache ist reich an Dialekten – und das Plattdeutsche gehört mit dazu. Besonders im Norden Deutschlands wird es noch heute gesprochen, oft in der Familie oder bei lokalen Veranstaltungen. Doch was bedeutet „Liebe“ eigentlich auf Plattdeutsch?

Im allgemeinen Plattdeutsch sagt man oft „Leev“ für „Liebe“. Das Wort stammt vom althochdeutschen „liba“ ab und hat sich im Laufe der Zeit regional unterschiedlich entwickelt. Interessant ist, dass es im Rheiderländischen, einem plattdeutschen Dialekt aus dem westlichen Teil Ostfrieslands, das Wort „leeftallig“ verwendet wird, wenn es um die Empfindung der Liebe geht – allerdings eher in der Bedeutung von „liebevoll“ oder „zärtlich“.

Plattdeutsch lebt von seiner Vielfalt. Von Schleswig-Holstein bis nach Niedersachsen klingt es anders, je nach Gegend. Doch überall ist die Sprache geprägt von Herzlichkeit – und das passt gut zur Bedeutung von „Leie“ oder „Leev“. Es ist mehr als nur ein Gefühl, es ist Verbundenheit, Wärme, Zugehörigkeit.

Heute kämpfen viele dafür, das Plattdeutsch nicht in Vergessenheit gerät. Es gibt Schulprojekte, Radiosendungen und sogar musikalische Darbietungen in dieser Sprache. Und wenn dann jemand sagt: „Ik hebb di leev“, dann klingt das irgendwie noch ein bisschen ehrlicher, ein bisschen näher als das hochdeutsche „Ich liebe dich“.

Die Liebe, ob ausgesprochen auf Hochdeutsch oder Platt, bleibt das, was uns verbindet – in jeder Sprache, in jeder Form.

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