Was bedeutet „Tilgung 1 %“ bei einem Immobilienkredit?

Wenn von einer Tilgung von 1 % die Rede ist, bezieht sich das auf den jährlichen Anteil der Darlehenssumme, den der Kreditnehmer zusätzlich zu den Zinsen zurückzahlt. Bei einem Kredit über 100.000 Euro beträgt dieser Betrag genau 1.000 Euro pro Jahr. Das klingt nicht viel – und tatsächlich ist 1 % eine eher niedrige anfängliche Tilgung.

Geteilt auf zwölf Monate ergibt das eine monatliche Tilgungsrate von etwa 83,33 Euro. Diese Zahlung verringert schrittweise die Restschuld, sodass der Kreditnehmer langfristig weniger Zinsen zahlt und die Schuld abgebaut wird. Allerdings bedeutet eine niedrige Tilgung auch, dass der Kredit über einen längeren Zeitraum läuft – oft deutlich über 30 Jahre hinaus.

Warum ist das wichtig? Weil eine höhere anfängliche Tilgung, zum Beispiel 2 oder 3 %, die Gesamtzinsbelastung senkt und die Rückzahlung beschleunigt. Viele Kreditinstitute bieten aber nur ab 1 % an, besonders bei lang laufenden Festzinsen. Die Wahl des richtigen Tilgungssatzes hängt vom eigenen Einkommen, den monatlichen Belastungsgrenzen und den langfristigen finanziellen Zielen ab.

Ein zu niedriger Satz kann später teuer werden – vor allem, wenn sich die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindung erhöht haben und die Restschuld noch groß ist. Wer heute etwas mehr tilgt, hat oft später mehr Spielraum. Letztlich ist die Entscheidung für eine anfängliche Tilgung von 1 % eine Abwägung zwischen niedriger Monatslast und langfristiger Kostenbelastung.

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