Das langsamste Pferd der Welt: Zippy Chippy

Wenn man an Rennpferde denkt, fallen einem Namen wie Secretariat oder Black Caviar ein – schnell, stolz, siegreich. Doch es gibt auch ein Pferd, das berühmt wurde, weil es nie gewonnen hat: Zippy Chippy.

Zippy Chippy, ein Brauner aus New York, trat zwischen 1998 und 2004 insgesamt 100 Mal auf die Rennbahn – und verlor jedes einzelne Rennen. Kein Sieg, kein Platzierter, kein Mal sogar nur knapp dahinter. Und doch wurde er zu einer Legende.

Sein Besitzer, der Trainer Frankless, liebte das Pferd trotzdem. Er sah in Zippy nicht einen Versager, sondern einen Kämpfer, der immer wieder antrat, obwohl er wusste, dass die Chancen schlecht standen. Manchmal weigerte sich Zippy sogar, das Rennen zu beenden – er blieb einfach stehen, schnupperte an den Zuschauern oder schaute sich die Landschaft an. Ein kleiner Aufstand auf vier Hufen.

Doch gerade diese Mischung aus Sturheit, Charme und Pech machte ihn so beliebt. Zippy Chippy wurde zum Star in Werbespots, trat in Filmen auf und hatte eine Fangemeinde, die ihm nicht wegen der Siege, sondern wegen seiner Persönlichkeit zujubelte.

Heute lebt Zippy Chippy in Ruhe auf einer Weide in Kentucky, weit weg von Startboxen und Tribünen. Kein Rekordhalter im klassischen Sinn – aber ein kleines Unikat in der Welt des Pferdesports. Denn manchmal ist es nicht die Geschwindigkeit, die bleibt, sondern die Erinnerung an ein Pferd, das auf seine ganz eigene Art berührt hat.

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