Was bedeutet „mager“?
Das Wort mager hat je nach Kontext verschiedene Bedeutungen – alle drehen sich um das Thema „wenig“. In der Alltagssprache beschreibt es oft eine Person, die sehr dünn ist: „Er sieht heute ganz schön mager aus.“ Hier meint es also „dünn“ oder sogar „dürr“ – manchmal mit einer leicht besorgten oder kritischen Nuance.
Daneben wird „mager“ oft in Bezug auf Nahrung verwendet. Ein mageres Stück Fleisch enthält beispielsweise kaum Fett – das gilt als gesünder, aber nicht immer als schmackhafter. Fitnessbegeisterte oder Menschen, die abnehmen möchten, greifen gezielt zu mageren Lebensmitteln wie Hähnchenbrust oder fettarmem Joghurt.
Doch das Wort geht über Körper und Essen hinaus. Auch eine Ernte kann mager sein – dann war das Jahr für die Landwirte nicht besonders ertragreich. Oder ein Lohn ist „mager“, wenn er kaum zum Leben reicht. In solchen Fällen steht „mager“ sinnbildlich für Mangel oder knappe Ressourcen.
Interessant ist, dass „mager“ im übertragenen Sinne oft leichte Kritik oder Enttäuschung ausdrückt. Eine „mager ausgefallene Party“ war wohl langweilig, ein „magerer Erfolg“ kaum ein Grund zum Feiern. Die Nuance liegt immer im „zu wenig“ – sei es an Substanz, Freude oder Ergebnis.
Ursprünglich kommt das Wort aus dem Althochdeutschen magar und hat Verwandte im Englischen („meagre“) und Niederländischen. Es erinnert uns daran, dass Sprache oft mehr sagt, als es auf den ersten Blick scheint – besonders, wenn es um das Fehlen von etwas geht.
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