Was ist das Plusquamperfekt und wie wird es gebildet?

Das Plusquamperfekt, auch bekannt als Vorvergangenheit, beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen vergangenen Aktion abgeschlossen war. Es taucht oft in Geschichten auf, wenn über Ereignisse gesprochen wird, die schon vor einer früheren Vergangenheit stattgefunden haben.

Stell dir vor, jemand erzählt: „Als ich nach Hause kam, hatte mein Bruder schon gegessen.“ Hier ist das Essen vor dem Nach-Hause-Kommen geschehen – also eine typische Situation für das Plusquamperfekt.

Die Bildung ist eigentlich ganz einfach: Man nimmt das Präteritum des Hilfsverbs haben oder sein und fügt das Partizip II des jeweiligen Verbs hinzu. Die meisten Verben bilden das Plusquamperfekt mit „hatte“ + Partizip II, wie z. B. bei: „Ich hatte gearbeitet“, „Sie hatten gespielt“. Bewegungs- oder Zustandsveränderungsverben, wie „gehen“, „laufen“ oder „ankommen“, nutzen dagegen „war“: „Er war gegangen“, „Wir waren angekommen“.

Die Form ist vor allem in der geschriebenen Sprache wichtig – etwa in Erzählungen, Berichten oder literarischen Texten. Im Alltag verwenden viele Menschen stattdessen das Präteritum oder sogar das Perfekt, aber im Deutschunterricht und bei Prüfungen kommt es auf die korrekte Zeitform an.

Wer das Plusquamperfekt versteht, kann nicht nur präziser erzählen, sondern auch Zusammenhänge in der Vergangenheit klarer darstellen. Es lohnt sich also, diese Zeitform gut zu üben.

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