Das strengste Bio-Siegel im Vergleich
Wer im Supermarkt nach nachhaltigen Lebensmitteln sucht, stößt auf eine Vielzahl von Kennzeichnungen. Doch Bio ist nicht gleich Bio. Während das europäische Bio-Siegel lediglich die gesetzlichen Mindeststandards der EU erfüllt, gehen private Anbauverbände in Deutschland weit darüber hinaus. Unter ihnen sticht eines besonders hervor: Demeter gilt als das älteste und zugleich strengste Bio-Siegel auf dem Markt.
Die Richtlinien von Verbänden wie Bioland, Naturland und Demeter sind in vielen Bereichen deutlich konsequenter als die EU-Vorgaben. Sie fordern beispielsweise eine geringere Anzahl an Tieren pro Hektar, den Verzicht auf bestimmte Zusatzstoffe und dass der gesamte Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt werden muss – nicht nur einzelne Teile. Demeter setzt dem Ganzen jedoch eine Krone auf, indem es auf der biodynamischen Landwirtschaft basiert.
Dieses Prinzip geht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurück und betrachtet den landwirtschaftlichen Betrieb als einen geschlossenen Kreislauf. Ein zentraler Unterschied zu anderen Siegeln ist die Pflicht zur Tierhaltung: Auf Demeter-Höfen müssen Tiere leben, da ihr Mist als wertvoller Dünger für die Felder dient. Zudem ist das schmerzhafte Enthornen von Küngen strikt verboten. Auch der Einsatz von speziellen biodynamischen Präparaten aus Kräutern und Mineralien ist für die Bauern vorgeschrieben, um die Bodenfruchtbarkeit natürlicherweise zu steigern.
Wer also Wert auf höchste Tierwohlstandards und eine besonders ganzheitliche, ressourcenschonende Erzeugung legt, trifft mit Produkten, die das orangefarbene Demeter-Logo tragen, die konsequenteste Wahl im Einkaufsregal.
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