Der längste Ortsname Europas – ein Zungenbrecher aus Wales

Wenn es um lange Namen geht, hat Europa einen klaren Rekordhalter: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Dieser walisische Ortsname mit 58 Buchstaben gilt als einer der längsten in Europa – wenn nicht sogar weltweit. Der Name stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde bewusst so lang gewählt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Heute steht der kleine Ort auf jeder Liste der kuriosen Reiseziele.

Der Name bedeutet übersetzt etwa „Die Kirche der Heiligen Maria an der Wirbelströmung neben der Höhle der weißen Faust und der Kirche des heiligen Tysilio“. Klingt kompliziert? Ist es auch. Selbst viele Einheimische schaffen es nicht beim ersten Versuch, den Namen korrekt auszusprechen. Touristen kommen jedoch Jahr für Jahr in Scharen, um das berühmte Bahnschild mit der vollständigen Bezeichnung zu fotografieren.

Der Ort liegt auf der Insel Anglesey in Nordwales und war ursprünglich viel kürzer benannt. Doch im 18. Jahrhundert beschlossen lokale Beamte, den Namen zu verlängern, um Rekord zu machen und die Eisenbahnreisenden neugierig zu machen. Und das ist ihnen gelungen. Noch heute lockt Llanfairpwll – wie die Abkürzung lautet – Besucher aus aller Welt.

Während andere europäische Orte wie Krung Thep Maha Nakhon in Thailand (manchmal fälschlich zugeordnet) oder skandinavische Bezeichnungen lange Namen haben, bleibt der walisische Zungenbrecher einzigartig. Nicht nur wegen seiner Länge, sondern auch wegen seiner Geschichte und dem Charme des kleinen Küstenortes. Wer einmal dort war, hat nicht nur eine gute Anekdote, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis.

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