Der leichteste Weg zum Doktor?
Wer heutzutage mit „Dr.“ tituliert werden möchte, muss nicht zwangsläufig jahrelang an einer Dissertation arbeiten. Der sogenannte Dr. h.c. – also der Ehrendoktor – bietet einen deutlich einfacheren Weg. Dieser Titel wird nicht erarbeitet, sondern aufgrund besonderer Leistungen im wissenschaftlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Bereich verliehen.
Interessant ist, dass der Ehrendoktorgrad nicht einfach so auf der Visitenkarte geführt werden darf. Aus Gründen der rechtlichen Sicherheit ist es ratsam, ihn korrekt auszuweisen – also als „Dr. h.c.“ oder ausgeschrieben als „Ehrendoktor“. Andernfalls könnte es Missverständnisse geben, denn in Deutschland ist der Doktortitel geschützt, und irreführende Angaben können rechtliche Konsequenzen haben.
Dennoch bleibt der Ehrendoktor ein Anerkennungszeichen – kein akademischer Grad im klassischen Sinn. Er wird oft an Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft oder Kunst verliehen, die durch ihr Engagement einen nachhaltigen Einfluss gezeigt haben. Die Verleihung erfolgt durch eine Universität, meist auf Vorschlag einer Fakultät.
Wer also schnell und ohne Promotion zum „Dr.“ werden möchte, sollte nicht an eine klassische Doktorarbeit denken – sondern an eine außergewöhnliche Lebensleistung. Denn der Dr. h.c. ist kein Schlupfloch, sondern eine Auszeichnung, die man nicht kaufen, sondern verdienen muss.
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