Nachteile von multifokalen Linsen
Wer nach dem Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen auf eine multifokale Intraokularlinse nach einer Katarakt-Operation umsteigt, erhofft sich oft mehr Unabhängigkeit von Sehhilfen. Doch diese Linsen, die für Nah- und Fernsicht geeignet sein sollen, haben ihren Preis – zumindest, was die visuelle Qualität betrifft.
Der Hauptnachteil liegt darin, dass das Licht beim Durchgang durch die Linse auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt wird. Diese Aufteilung ermöglicht zwar das gleichzeitige Sehen in verschiedenen Entfernungen, führt aber unweigerlich zu einem Verlust an Sehschärfe und Kontrastempfindlichkeit. Viele Patienten berichten daher von einer gewissen Unsicherheit im Dämmerlicht oder bei Nacht – etwa beim Autofahren, wo Lichtreflexe und Halos um Lampen oder Scheinwerfer stören können.
Im Vergleich dazu bieten monofokale Linsen eine höhere Bildschärfe, da das gesamte einfallende Licht gezielt auf einen einzigen Brennpunkt gelenkt wird. Wer maximale Klarheit vor allem in der Ferne wünscht, profitiert oft mehr von dieser einfachen, aber effektiven Lösung. Multifokale Linsen sind daher kein Allheilmittel – sie tauschen Schärfe gegen Flexibilität. Die Entscheidung sollte immer individuell, im Gespräch mit dem Augenarzt, getroffen werden.
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