Der seltenste und häufigste Geburtstag – Wann kommen wir zur Welt?

Der 29. Februar ist einzigartig – er kommt nur alle vier Jahre vor. Kein Wunder also, dass der 29. Februar der seltenste Geburtstag ist. Wer an diesem Datum geboren ist, feiert in der Regel nur einmal im Schaltjahr richtig, die anderen Jahre meist am 28. Februar oder 1. März.

Doch nicht nur der Schalttag ist ungewöhnlich selten. Auch die Weihnachtsfeiertage und der 1. Januar liegen in der Statistik ganz weit hinten, wenn es um Geburtstage geht. Warum? Ärzte vermeiden planbare Geburtsleitungen oft an Feiertagen – aus familiären Gründen oder zur besseren Organisation in Kliniken. Auch Kaiserschnitte werden an solchen Tagen selten angesetzt. So entstehen natürlicherweise weniger Geburten um Weihnachten und Neujahr herum.

Ganz anders sieht es an einem ganz bestimmten Tag im Jahr aus: Der 19. September gilt in Deutschland als der häufigste Geburtstag. Das hat weniger mit Zufall zu tun, sondern mit der menschlichen Biologie und dem Kalender. Wenn man neun Monate zurückrechnet, landet man im Dezember – der Zeit der dunklen, kalten Jahreszeit, in der viele Paare mehr Zeit zu Hause verbringen. Die Konzeption im Dezember führt dann zu Geburten im September.

Die Verteilung der Geburten über das Jahr zeigt also nicht nur medizinische, sondern auch soziale Muster. Während der 29. Februar fast schon legendär ist für seine Seltenheit, beweist der September, dass manche Dinge doch ganz naheliegend sind – besonders wenn der Jahreskreis und die Jahreszeiten mitmischen.

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