Fatigue und CFS: Wo liegt der Unterschied?
Jeder Mensch fühlt sich ab und zu erschöpft. Doch wenn die Müdigkeit nicht vergeht, sprechen Fachleute oft von Fatigue oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS). Obwohl beide Begriffe nah miteinander verwandt sind, bezeichnen sie nicht genau dasselbe.
Unter Fatigue versteht man eine anhaltende körperliche und geistige Erschöpfung, die sich nicht durch normalen Schlaf oder Ruhepausen beheben lässt. Sie tritt häufig als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auf – beispielsweise bei Krebserkrankungen, autoimmunen Prozessen oder nach viralen Infekten. Betroffene fühlen sich schnell überfordert und bereits nach kleinen alltäglichen Anstrengungen kraftlos.
Ein chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) liegt hingegen vor, wenn diese anhaltende Erschöpfung über mindestens sechs Monate besteht und wesentliche weitere Beschwerden hinzukommen. Ein zentrales Merkmal von CFS ist die sogenannte Post-Exertional Malaise: Bereits minimale körperliche oder mentale Anstrengungen führen zu einer deutlichen und oft tagelangen Verschlechterung des Gesamtzustands. Zudem treten meist Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Muskelschmerzen und Kreislaufbeschwerden auf.
Kurz gesagt: Während Fatigue ein einzelnen Symptom beschreibt, handelt es sich beim CFS um ein eigenständiges, komplexes Krankheitsbild.
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