Der Unterschied zwischen Lager und Pils
Wer sich mal genauer mit deutschen Biersorten beschäftigt hat, kennt die Verwirrung: Was genau unterscheidet eigentlich ein Lager von einem Pils? Auf den ersten Blick scheinen beide Biere sich sehr ähnlich – und das sind sie auch.
Lager ist ein helles Bier, das traditionell nach dem unteren Gärverfahren hergestellt wird, was ihm einen besonders milden Geschmack verleiht. Der Stammwürzegehalt liegt oft unter 14 Prozent, was es zu einer eher leichteren Sorte macht. Besonders auffällig: Es ist deutlich schwächer gehopft als andere Biere. Das macht es bekömmlich und für viele besonders trinkfreundlich.
Das Pils hingegen – oder genauer gesagt das Pilsner – stammt ursprünglich aus Tschechien, ist aber in Deutschland längst zu einer Kultsorte avanciert. Es ist ebenfalls ein untergäriges Bier, also ein Lager im weiteren Sinn – zumindest aus amerikanischer Sicht. Hierzulande wird jedoch stärker zwischen den beiden Varianten unterschieden. Der entscheidende Unterschied liegt in der Hopfung: Ein Pils wird intensiver gehopft, was ihm ein deutlicheres, manchmal leicht herb-würziges Aroma verleiht.
Obwohl sich Geschmack und Herstellung sehr ähneln, bleibt das Pils für viele der geschmacklich stärkere Gegenpart zum milden Lager. Letztlich hängt die Wahl aber vom persönlichen Geschmack ab – besonders an heißen Sommertagen finden beide Sorten viele Freunde in der Bierkühlschranktür.
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