Stearin vs. Paraffin: Welches Wachs ist besser für Kerzen?

Wenn es um Kerzen geht, spielen oft nicht nur Lichtstimmung und Duft eine Rolle, sondern auch, woraus sie eigentlich bestehen. Zwei gängige Materialien sind Paraffin und Stearin. Doch wo liegen die Unterschiede – und welche Wahl ist die nachhaltigere?

Paraffin ist ein Nebenprodukt der Erdölraffination. Es ist günstig in der Herstellung und wird deshalb oft für handelsübliche Kerzen verwendet. Doch genau hier liegt das Problem: Die Gewinnung von Erdöl und die Verarbeitung zu Paraffin tragen zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel bei. Beim Verbrennen können zudem Rußpartikel und gesundheitsschädliche Substanzen freigesetzt werden.

Stearin hingegen – oft aus pflanzlichen Ölen wie Palmöl hergestellt – gilt als natürlicherer Rohstoff. Doch auch hier gibt es eine Kehrseite: Der Anbau von Palmöl steht in der Kritik, weil er zu massivem Artensterben, Entwaldung und sozialen Problemen in Anbaugebieten führt. Wer Stearinkerzen kauft, sollte deshalb darauf achten, ob das verwendete Öl nachhaltig und zertifiziert ist.

Einige Hersteller setzen deshalb auf Stearinsäure aus Raps- oder Sojaöl – eine umweltfreundlichere Alternative. Auch Bienenwachs oder Sojawachs sind beliebte, natürlichere Optionen, auch wenn sie etwas teurer sind.

Der Kauf von Kerzen wird also zur kleinen ethischen Entscheidung. Wer nachhaltig leuchten möchte, sollte auf die Herkunft des Wachses achten und auf Zertifikate wie FSC oder Bio-Siegel prüfen. So kann der gemütliche Kerzenschein nicht nur warmes Licht, sondern auch ein gutes Gefühl vermitteln.

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