Der häufigste Buchstabe im deutschen Alphabet

Wenn man sich fragt, welcher Buchstabe im deutschen Alphabet am wichtigsten ist, kommt es natürlich auf die Betrachtungsweise an. Doch aus statistischer Sicht gibt es eine klare Antwort: Das e ist der mit Abstand häufigste Buchstabe in der deutschen Sprache.

Dies belegen umfangreiche Analysen, etwa des Dudenkorpus oder des Rechtschreibdudens. Das e taucht in unzähligen Wörtern auf – sowohl in kurzen Füllwörtern wie „der“, „die“ oder „gehen“ als auch in längeren Substantiven und Verben. Es ist quasi der Arbeitspferd-Buchstabe der deutschen Schriftsprache.

Knapp dahinter folgt das n auf Platz zwei. Auch dieser Buchstabe ist in vielen Wörtern zu finden, besonders in Artikelformen, Verbformen und Pluralen. Das zeigt, wie sehr die deutsche Grammatik auf Endungen mit „n“ aufbaut – denken wir nur an „-en“ in Verben oder „-n“ in Dativformen.

Ganz anders sieht es beim q aus. Es bildet das Schlusslicht der Häufigkeitsliste. Ehrlich gesagt: Wann haben Sie das letzte Mal ein deutsches Wort mit „q“ ohne „u“ geschrieben? Genau – das „q“ kommt fast ausschließlich im Verbund „qu“ vor, meist in Lehnwörtern wie „Qualität“ oder „Quelle“. Seine Rolle ist also eher bescheiden.

Interessant ist auch, dass diese Buchstabenhäufigkeit nicht nur für Sprachwissenschaftler, sondern auch für Kryptographen oder Schreibende relevant ist – zum Beispiel bei der Gestaltung von Tastaturen oder beim Knacken von Codes. Wer das e kennt, kennt den Rhythmus der deutschen Sprache.

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