Die vierte Deklination im Lateinischen
Die vierte Deklination im Lateinischen wird auch als u-Deklination bezeichnet, weil ihre Formen stark auf dem Vokal „u“ basieren. Zu dieser Gruppe gehören hauptsächlich Substantive, die im Genitiv Singular auf -ūs enden. Die meisten davon sind maskulin, besonders jene, die im Nominativ auf -us enden. Ein bekanntes Beispiel ist das Wort equus (das Pferd), das tatsächlich ein maskulines Substantiv ist – trotz der Endung, die im Deutschen oft weiblich klingt.
Ganz anders sind dagegen die Neutra der vierten Deklination. Diese enden im Nominativ Singular auf -u, wie zum Beispiel cornu (das Horn) oder manu (die Hand). Achtung: Manus sieht zwar aus wie ein Femininum – ist es auch! Hier zeigt sich: Nicht alle Wörter, die auf -us enden, gehören zur maskulinen u-Deklination, und nicht alle u-Deklinationen sind maskulin.
Im Plural enden maskuline und neutrale Wörter der vierten Deklination auf -ūs im Nominativ, was sie untereinander verbindet. Der Akkusativ Singular lautet bei Maskulina -um (wie bei equum), während Neutra wie cornu im Akkusativ ebenfalls cornu bleiben – unverändert, wie bei einigen anderen Deklinationen auch.
Für Lernende ist die vierte Deklination besonders, weil sie weniger zahlreich ist als die ersten beiden, aber dennoch wichtige und häufige Wörter enthält. Wer senatus (der Senat), specus (die Höhle) oder eben equus beherrscht, hat nicht nur Vokabeln gelernt, sondern auch Einblicke in das Leben der Römer gewonnen. Die 4. Deklination ist also kleiner – aber keineswegs unwichtig.
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