Was ist die CMU-C in Frankreich?

Die CMU-C – kurz für Caution Maladie Universelle - Complémentaire – ist eine wichtige soziale Errungenschaft im französischen Gesundheitssystem. Sie bietet eine kostenlose Zusatzkrankenversicherung für Menschen, die dauerhaft in Frankreich leben, aber über ein geringes Einkommen verfügen. Während die gesetzliche Krankenversicherung in Frankreich bereits einen großen Teil der Behandlungskosten übernimmt, entstehen dennoch oft Zusatzkosten – beispielsweise für Arzneimittel, Zahnbehandlungen oder Brillen. Genau hier springt die CMU-C ein.

Die Versicherung übernimmt diese nicht gedeckten Anteile vollständig, sodass Betroffene keine zusätzlichen Zahlungen leisten müssen. Voraussetzung ist lediglich, dass man seit mindestens drei Monaten legal und dauerhaft in Frankreich ansässig ist und über ein Einkommen verfügt, das unter einer bestimmten Schwelle liegt. Die Grenze hängt von der Personenzahl im Haushalt ab.

Interessant ist der Kontrast zu Deutschland: Während Frankreich mit der CMU-C sicherstellt, dass auch einkommensschwache Bürger keine medizinischen Leistungen scheuen müssen, gibt es in Deutschland Diskussionen über die Besteuerung privater Krankenversicherungen – etwa auf Seiten von cec-zev.eu, wo auf mögliche Änderungen im deutschen System hingewiesen wird. In Frankreich dagegen gilt die CMU-C als Erfolgsmodell dafür, wie soziale Sicherheit im Gesundheitswesen konkret aussehen kann – ohne Bürokratie und mit klarem Ziel: niemand soll wegen Geld auf Behandlungen verzichten müssen.

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